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Felix Austria

Frage kurz vor der Urlaubszeit: Welches ist des Deutschen liebstes Urlaubsland? Die Antwort: Natürlich Deutschland. Besonders seit der Wiedervereinigung verbringen wir unsere Ferien immer mehr im Heimatland. Frei nach dem Motto: Bleibe im Lande und nähre dich redlich. Spanien, Italien und das einst so beliebte Österreich sind in der Beliebtheitsskala weit nach hinten gerutscht.

Bei der deutschen Küchenindustrie ist diese Abkehr von der Alpenrepublik nicht zu spüren. Eher umgekehrt. In der jüngsten Exportstatistik nimmt Österreich einen respektablen 5. Platz ein. Weit vor Ländern wie China, USA oder auch Russland. Übrigens liegt Frankreich an der Spitze in der jüngsten Exportstatistik mit deutlichem Abstand vor den Niederlanden. Wer hätte das gedacht? Gelten doch die Holländer als unser Exportland schlechthin. Doch ähnlich wie in Spanien leiden unsere lieben Nachbarn im Westen unter den Auswirkungen einer geplatzten Immobilienblase. Der Küchenmarkt in den Niederlanden hat sich in den letzten zwei Jahren nahezu halbiert.

Anders in Österreich. Hier blieb der Markt auch in Zeiten der Wirtschaftskrise relativ widerstandsfähig. Zwar hat Österreich, ganz anders als die Niederlande, eine starke eigene Küchenindustrie - doch die großen deutschen Hersteller reden auch in der Alpenrepublik ein entscheidendes Wörtchen mit. Rund 30 Prozent des österreichischen Küchenmöbelmarktes kommen aus deutscher Produktion. Einen ausführlichen Bericht über den österreichischen Küchenmarkt lesen Sie in dieser Ausgabe.

Wie beliebt alles rund um die deutsche Küche bei unseren Nachbarn ist, dürfen wir hier im Verlag selbst erfahren. Denn es gibt in Felix Austria einen Doppelgänger unserer Zeitschrift. Seit Anfang 2010 kursiert die Fachzeitschrift „der österreichische Küchenhandel" im Küchenmarkt der Alpenrepublik. Eine dreiste Kopie unserer Zeitschrift. Sowohl in der Typografie und Layout als auch bei den einzelnen Rubriken lehnen sich die österreichischen Kollegen sklavisch an unserem Original an. Die Themen reichen von „Küchenhandel im Test" bis hin zum „Studiobeispiel".

Wir könnten dies souverän als „vorbildliche Anerkennung" unserer Arbeit abhaken, wenn das Plagiat nicht zu Verwechslungen führen würde. So werden wir immer wieder darauf angesprochen, ob wir nun zusätzlich eine Länderausgabe für Österreich herausbringen würden. Besonders bei Anzeigenkunden läuft das dann in eine falsche Richtung. Sich zivilrechtlich dagegen zu wehren, ist ein langwieriges Unterfangen. Meinte zumindest unser Justitiar. Sie kennen das Problem mit dem Geschmacksmusterschutzgesetz. Wie schreibt doch Roland Annerl als Herausgeber unseres Doppelgängers in seinem Online-Auftritt: „Eine Fachzeitschrift auf den Markt zu bringen ist eigentlich ein Kinderspiel..." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ihr Claus Birkner


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